Spielzeugfülle - weniger ist doch mehr!?

"Eigentlich" wollten wir nie viel Spielsachen für unsere Kinder haben, sie nicht "überfrachten" mit Spielsachen, lieber sehr bewusst auswählen. Ja, und dann kam doch immer mehr zusammen. Jeder Geburtstag und jedes Weihnachtsfest führten zu noch mehr (meist tollen!) Spielsachen. Und die konnten wir den Kindern doch auch nicht vorenthalten, wollten ihnen alle Möglichkeiten offen lassen. "Erschwerend" dazu kommt vielleicht noch, dass unsere Kinder keinen Kindergarten besuchen (sie möchten nicht in den Kindergarten, der Große hat es eine Weile probiert - und so freuen wir uns über einen verlängerten Alltag zu dritt), sondern den ganzen Tag mit mir verbringen. Ein bisschen Auswahl brauchen sie da doch sicher, dachte ich manchmal.

Nun war es aber so, dass unsere Kinder schon eine Weile nicht mehr wussten, was sie denn spielen könnten - und das erschien wirklich etwas verrückt. Denn da gab es doch soo viel. Genau das war vielleicht wirklich das Problem. Da war zu viel Auswahl, wofür soll man sich denn da entscheiden?!

 

Also habe ich mir ein Herz gefasst und ein Experiment gewagt: Ich habe die Spielsachen drastisch reduziert. Nicht aussortiert, aber in den "Urlaub" geschickt. Ich bin begeistert von dieser Umstellung! Die Kinder sind nun so konzentriert am Arbeiten und Spielen, das hat mich so sehr gefreut!

Wir haben eigentlich mehrere Kisten Duplo - jetzt gibt es auf unserem "Spielfensterbrett" eine kleine Szene aus Duploteilen - und der Rest der Duplo-Sachen ist im Urlaub. Mehrmals am Tag spielen sie dort ganz zufrieden. Mir scheint, auch die Höhe des Fensterbretts ist richtig toll zum Spielen.

Eigentlich dachte ich, das Thema des Großen seien Zahlen, doch Buchstaben scheinen ihn so langsam aber sicher auch zu interessieren. Das große Poster wurde mit Begeisterung aufgenommen. Die Buchstaben des eigenen Namens gesucht - die Tiere die denselben Buchstaben auch in ihrem Namen haben... Das Spiel was man oben sieht, war eine Kopiervorlage von hier Man sucht immer Paare, die sich reimen.

Es gibt noch ein paar Bastelmaterialien, eine Knetbox, ein Experimentierkasten, ein Zahlenbrett, Bücher, die selbstgefilzten Tiere, auch der Schrank mit den Brettspielen und Puzzles ist zugänglich (aber irgendwie wenig prasent für die Kinder) und eine Kiste mit Brettchen und Ästen zum Bauen.

 

Und das hätte ich nie gedacht: Unser Sohn kam zu mir und meinte, so fände er es richtig schön, so "aufgeräumt" - aufgeräumt war es vorher auch, sortiert in verschiedene Kisten. Aber durch die begrenzte Auswahl ist es so viel übersichtlicher geworden!

 

 

 Vielleicht tausche ich wöchentlich Spielsachen aus oder (vor allem jetzt im Frühling/Sommer) doch eher erst nach einem längeren Zeitraum. Das muss ich mal sehen. Jedenfalls freue ich mich so, dass diese veränderte Umgebung so eine "wiederbelebung" des Spiels und der eigenen Ideenfindung gebracht hat!

 

Das Buchstaben-Plakat stammt vom euz-Kinderbuchverlag.

 

Diesen Beitrag schicke ich zum Freutag :)

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Kommentare: 4
  • #1

    Jasmin (Freitag, 24 März 2017 19:48)

    Oh ja, weniger ist definitiv mehr. Bisher konnte ich mich zu dieser Diät nicht durchringen, aber du motiviert mich, mich dem Thema endlich anzunehmen. Ich dachte an ein paar Kisten, die ich dann wöchentlich, zweiwöchentlich oder welcher Rhythmus auch immer Sinn macht, austausche.

  • #2

    Maria von OstSeeRäuberBande (Freitag, 24 März 2017 23:01)

    Liebe Petra,
    schön, dass dein Plan so gut funktioniert. Wir scheinen immernoch zuviel zu haben oder ich hab das falsche erwischt, jedenfalls hatten wir zwei Duplo-Tage obwohl ich doch gerade die Bauecke gestaltet hatte. Aber egal, ich hatte es ungewollt wohl provoziert. Und sonst waren sie ja auch so viel draußen. Jedenfalls machen deine Fotos richtig Lust, sich dort zu beschäftigen. Und die Bau-/Spielfotos mit Text finde ich klasse.
    Liebe Grüße,
    Maria

  • #3

    Petra (Samstag, 25 März 2017 06:54)

    Liebe Jasmin, stimmt das kommt einem erstmal wie eine Diät vor ;-) Deine Idee mit den Kisten hört sich richtig gut umsetzbar an! Da weiß ich nämlich auch noch nicht, wie ich das machen möchte. Alle ein bis zwei Wochen einen Abend lang umräumen möchte ich nämlich eigentlich nicht ... Da wünsche ich mir auch eine schnellere Variante :) Viel Freude an eurer Diät :)
    Liebe Grüße,
    Petra

  • #4

    Petra (Samstag, 25 März 2017 06:57)

    Liebe Maria,
    das ist ja schade, dass deine drei die Bauecke diese Woche gar nicht so genutzt haben. Aber vielleicht lag das auch ein bisschen an der Woche. Ich glaube, mit Baumaterialien zu arbeiten braucht noch etwas mehr Kreativität als mit Duplo zu spielen - da gibt es nicht ganz so viele Möglichkeiten, sie aufeinander zu stecken... Vielleicht entwickelt es sich in einer fitteren Woche noch anders.
    Oh, ich finde die Fotos auch so toll (also dass ich das so festhalten konnte, wie er da gebaut und erklärt hat und ihn das Fotografieren gar nicht gestört hat) :)
    Viele liebe Grüße,
    Petra